Was ist Doppik?

Die Doppik ist ein Rechnungswesen, das im Wesentlichen der doppelten Buchführung entspricht. Jeder Geschäftsfall löst in der Buchhaltung Veränderungen auf mindestens zwei Konten aus (Zugang bzw.  Abgang). Die zugrundeliegenden Vorschriften folgen allerdings nicht dem Handelsgesetzbuch für Kaufleute sondern einem eigenem Regelwerk; in der EKHN ist dies die „Kirchliche Haushaltsordnung“.

Warum heißt Doppik "Doppik"?

Der Begriff „Doppik“ steht für Dopp elte Buchführung in Konten. Er beschreibt ein auf der doppelten Buchführung basierendes Rechnungswesen und wird in der Regel ebenfalls im Kontext der öffentlichen Verwaltung (Bund, Länder, Kommunen) verwendet.  

Warum stellt die EKHN auf die Doppik um?

Mit der Doppik möchte die EKHN ein Rechnungs- und Informationssystem verwenden, welches Menschen aus möglichst vielen Organisationen, Verwaltungen und Unternehmen nachvollziehen können – weil sie es entweder bereits gelernt haben oder es sich leichter über Fachliteratur oder Fortbildungskurse aneignen können. 

Die EKHN möchte mit der Doppik Transparenz über sämtliche Ressourcen herstellen, die ihr für die Aufgabenbewältigung zur Verfügung stehen und die sie für künftiges kirchliches Handeln erhalten bzw. dauerhaft aufbringen muss.

Die EKHN zieht damit mit anderen Gliedkirchen, den Gesundheits- und Altenhilfeeinrichtungen der Diakonie sowie mit zahlreichen ihrer Vertragspartner wie Kommunen, Ländern und Unternehmen gleich. 

Warum muss die Kirche ein Rechnungswesen aus der Wirtschaft übernehmen?

Auch die Kirche muss ein umfassendes Bild über ihre finanzielle Lage besitzen. Die EKHN ist als Organisation keine Insel, sondern bewältigt ihre kirchlichen Aufgaben im Einklang mit anderen Akteuren wie Ländern und Kommunen, sozialen Organisationen und Unternehmen. Insbesondere wenn langfristige vertragliche Vereinbarungen die Zusammenarbeit regeln, ist es hilfreich, wenn die zugrunde gelegten Zahlen und Begriffe einem einheitlichen Verständnis entsprechen und nicht unterschiedlich interpretiert werden.

Die EKHN ist kein Unternehmen, das Gewinne erzielen soll. Aber sie ist ein großer Arbeitgeber für mehr als 20.000 Beschäftigte in der Region, denen sie ebenso eine Zukunftsperspektive bieten möchte wie ihren 1,6 Mio. Mitgliedern. Die EKHN muss deshalb eine Gesamtkostendeckung anstreben und wirtschaftlich handeln, um nicht die Ressourcen für morgen heute bereits aufzubrauchen.