Wann und wo wird die Doppik zukünftig umgesetzt?

Das Ausrollen der Doppik in die Fläche findet in zwei Stufen statt:

·         Zum 1.1.2018 werden die Regionalverwaltungen Nassau-Nord, Oberhessen und Rheinhessen samt der ihr angeschlossenen Kirchengemeinden, Dekanate und Verbände auf die Doppik umstellen.

·         Zum 1.1.2019 folgt der Umstieg für die Regionalverwaltungen Oberursel, Rhein-Lahn-Westerwald, Starkenburg-Ost und Wetterau sowie den Evangelischen Regionalverband Frankfurt am Main.

Werden in den später umstellenden Regionen dieselben Probleme auftreten, wie in den Pilotregionen?

Die Verschiebung des Umstiegs für die anderen Regionen erfolgt, damit die bislang aufgetretenen Schwierigkeiten nicht in die Fläche der EKHN übertragen werden. Alle Klärungen zu den Buchungs- und Bilanzierungslogiken, IT-Schnittstellen und neu sortierten Prozessen dienen dem geordneten Betrieb der Pilotverwaltungen und den künftigen Einführungsregionen gleichermaßen. Damit können Wiederholungsfehler ausgeschlossen werden, auch wenn die Veränderungen in jeder Region Risiken birgt.

Wer trägt die Verantwortung für das Doppik-Projekt und wie wird das Projekt jetzt organisiert und umgesetzt?

Entscheidungen von strategischer Bedeutung (Gebäudebewertung, Scanprozess, Rollout-Verschiebung, etc.) trifft die Projektsteuerungsgruppe. Sie setzt sich zusammen aus Vertretungen der Kirchengemeinden, Dekanate, Regionalverwaltungen sowie der Gesamtkirche und dem Rechnungsprüfungsamt. Die Gesamtverantwortung für das Projekt trägt der Leiter der Kirchenverwaltung. Für die operative Umsetzung sind die fünf Teilprojektleitungen aus der Kirchenverwaltung verantwortlich („Rechtlicher Rahmen“, „Fachkonzepte Doppik“, „Informationstechnologie (IT)“, „Organisation“, „Outputorientierung & Schulung“);  die extern von der Firma PricewaterhouseCoopers AG (PwC) besetzte Projektkoordinierungsstelle übernimmt die Projektkoordination / das Projektmanagement und bildet die Verbindung zwischen den Teilprojekten. Die Einbindung der jeweiligen Pilotregionen in die operative Umsetzung erfolgt über das erweiterte Projektteam:  Es tagt in einem regelmäßigen Turnus von zwei bis drei Wochen um die Anliegen der Pilotregionen, der Umstiegsverwaltungen und des Rechnungsprüfungsamtes im Projekt adäquat zu berücksichtigen. Seit Herbst 2015 ist ein verstärktes Anwendungssupport-Büro für das Doppik-Projekt errichtet, um Pilotregionen und kommende Umstellungsregionen in ihren vielfältigen Anliegen unterstützen zu können.

Was hindert eigentlich die EKHN daran, die Doppik jetzt aufzugeben und zum alten System zurückzukehren?

In erster Linie stehen die Ziele der Doppik trotz schwieriger Umsetzungsphasen außer Frage: Transparenz über den vollständigen Ressourcenverbrauch, Vorsorge für generationengerechtes kirchliches Handeln und Verständlichkeit der Berichte für ehrenamtliche, jüngere und quereinsteigende Mitwirkende der EKHN.

Bis Ende 2016 wird nahezu die Hälfte der bislang angesetzten Mittel ausgegeben sein – in der Gesamtkirche wie in den beiden Pilotregionen Starkenburg West und Wiesbaden Rheingau Taunus (dort auch zur Abarbeitung des Rückstaus aus 2015). Ein Aufgeben des Projektfortgangs hieße nun zunächst unmittelbare Zusatzkosten für den rückwärtsgerichteten Anschluss der drei Piloten ans alte System.

Brisanter als die zusätzlichen Haushaltsmittel für die Umkehr wäre aber die Botschaft des Projektabbruchs inner- und außerhalb der EKHN: Es wäre der Abschied von der gewünschten Transparenz über alle Ressourcen und von den vorbeugenden Maßnahmen für die kommende Generation kirchlicher Mitarbeitenden und Mitglieder. Für den ehrenamtlichen wie hauptamtlichen Haushalts- und Führungsnachwuchs bliebe der Einstieg in die Kirche erschwert. Und die Wahrnehmung einer Insellösung aus der Sicht der Unternehmen, Organisationen und Verwaltungen bliebe bestehen.

An wen kann man sich bei Fragen zur Doppik wenden?

Bei Fragen aus den bereits umgestellten Pilotregionen wenden sich die Einrichtungen an die Anwenderbetreuung:

·         Mitarbeitende in den Regionalverwaltungen und der Gesamtkirche entweder per E-Mail an: Anwenderbetreuung_MACH@ekhn-kv.de     oder per Telefon an: 06151 - 405 110

·         Mitarbeitende der Kirchengemeinden, -verbände, Kindertagesstätten und Dekanate entweder per E-Mail an: Silvia.Stafast@ekhn-kv.de     oder per Telefon an: 0171 - 560 3877

In den zukünftig auf die Doppik umstellenden Regionen gibt es für die Kirchengemeinden und Dekanate vielfältige Schulungen und Informationsveranstaltungen. Diese werden im Jahr vor der Umstellung und im Umstellungsjahr vom Projektteam und den umstellenden Regionalverwaltungen angeboten. Außerdem werden Referentinnen und Referenten in Pfarrkonventen, Dekanatskonferenzen, Verbandstagen o.ä. zur Doppik und dem Stand der Umsetzung informieren.